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Rettungskarte soll Feuerwehr unterstützen

Rettungskarte Porsche 911 Turbo Autos werden immer sicherer. Das kann auch zum Problem führen, wie es viele Feuerwehren aus der Praxis kennen. Seitenaufprallschutz, gezielte Verstärkungen der Karosserie, vor allem in den Dachsäulen, bieten der Bergeschere Widerstand, und Gasgeneratoren von Airbags, die möglicherweise beim Unfall nicht ausgelöst haben, können den Einsatzkräften um die Ohren fliegen.

Klarerweise können die Feuerwehren nicht die Konstruktionsdetails aller gängigen Automodelle auswendig wissen, der Zeitdruck erzeugt zusätzlich Stress.
Es gibt verschiedene Systeme, wie Z.B. die Crash-Recovery-System Software aus dem Hause Weber, oder der Airbagoctupus, die den Einsatzkräften hilfreich zur Seite stehen.

Nun bietet die Autoindustrie Rettungsinformationen als „Rettungskarte“ für jedes Pkw-Modell. ( Neuwagen der letzten Jahre )

Eine so genannte Rettungskarte kann die Zeit der Bergung entscheidend verkürzen. Das macht bei Schwerverletzten möglicherweise den Unterschied zwischen Leben und Tod aus.

Voraussetzung ist, der jeder Autofahrer sich die passende Rettungskarte für sein Fahrzeug besorgt und sie hinter der Fahrer-Sonnenblende im Auto deponiert.

Aufkleber „Rettungskarte im Auto“ um die Feuerwehr auf einen Blick zu informieren, soll auf der Fahrerseite, neben der A-Säule ein Aufkleber (innen an der Windschutzscheibe) angebracht werden.

Rettungskarte – was ist das?

Die Rettungskarten sind Blätter im A4-Format, auf denen das Auto in Schnittzeichnungen von oben und von der Seite dargestellt ist. Deutlich eingezeichnet ist darauf die Lage von Karosserieversteifungen, Batterie, Airbags und Gasgeneratoren zum Zünden der Airbags.
An Hand dieser Darstellung kann die Feuerwehr das Bergegerät punktgenau ansetzen.

Rettungskarte woher?

Rettungskarte im Fahrzeug Der Automobilclub ÖATMC hat auf seiner Website einen Bereich eingerichtet, auf welchem Links der einzelnen Autohersteller bzw. dessen Rettungskarten zu finden sind.

Den Aufkleber für die Scheibe gibt’s auch beim ÖAMTC.

Rettungskarte: Forderung an die Hersteller

ÖAMTC und Feuerwehr fordern die Automobilhersteller auf, die vorhandenen „Rettungsinformationen“ für jeden Pkw-Modell einheitlich auf einem DIN A4 Blatt zusammenfassen und ab sofort in allen Neufahrzeugen im Bereich der Fahrer-Sonnenblende einzulegen. Das wäre ein wichtiger erster Schritt.

Die Forderungen von ÖAMTC und Feuerwehr:

ÖAMTC und Feuerwehr fordern alle Automobilhersteller auf, die Rettungsinformationen als „Rettungskarte“ für jedes Pkw-Modell einheitlich auf einem DIN A4 Blatt zusammenzufassen. Die standardisierte Darstellung muss für alle Hersteller einheitlich gestaltet werden.

Es sind Schnittpositionen anzugeben, um Schnitte an hochfesten Stählen und im Bereich von Airbag-Gasgeneratoren sicher auszuschließen. Außerdem müssen Druckpunkte eingezeichnet sein, an denen der Fußraum durch Rettungszylinder erweitert werden kann.

ÖAMTC und Feuerwehr fordern, dass in allen Neufahrzeugen die DIN A4 Rettungskarte im Bereich der Fahrer-Sonnenblende eingelegt wird.

ÖAMTC und Feuerwehr erwarten von den Fahrzeugherstellern eine kostenfreie Bereitstellung der DIN A4 Rettungskarten je Fahrzeugtyp für alle am Markt befindlichen Fahrzeuge als Download im Internet.

„Die Rettungskarte kann aufgrund der enormen Entwicklung in der Fahrzeugtechnik nur eine Zwischenlösung sein“, so der ÖAMTC-Cheftechniker. „Sie muss über kurz oder lang elektronisch umgesetzt werden.“

Langfristig: Digitale Lösung

Durch eine digitale Lösung könnten die Rettungskräfte alle Informationen für jedes Fahrzeug bekommen und wäre dadurch schnell für die unterschiedlichsten Unfallszenarien gewappnet. Der ÖAMTC setzt sich auch auf europäischer Ebene gemeinsam mit seinen Schwesterclubs für die Durchsetzung dieser Forderungen ein.

Quellenhinweis: www.oeamtc.at

Aktualisiert (23. August 2017) von HAW Michael Riegler - 17848 Zugriffe