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Länderübergreifende Katastrophenschutzübung

HAW Michael Riegler am 01. Dezember 2018 - 152 Zugriffe

Länderübergreifende KatastrophenschutzübungAm 30. November 2018 fand in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien eine länderübergreifende Katastrophenschutz-Stabsübung statt. An der bislang größten Donau-Hochwasserübung war auch der Bezirk Perg beteiligt.

Annahme war, dass es nach langanhaltenden, großflächigen Niederschlägen im Einzugsbereich der Donau und ihrer Zubringer zu einem Hochwasser kommt, bei dem laut Prognose die Wasserstände des Hochwassers 2013 überschritten werden. Da ein Überlastfall (Überströmen der Hochwasserschutzdämme) zu erwarten war, galt es auf Bezirksebene für den behördlichen Einsatzleiter Ing. Mag. Werner Kreisl und den technischen Einsatzleiter OBR Josef Lindner Evakuierungen in den Donaugemeinden vorzubereiten sowie den Notfallplan abzuarbeiten. Zusätzlich wurden von der Übungsleitung laufend weitere Schadensereignisse in den Übungsverlauf eingespielt, wie z.B. eine Suchaktion mit Hubschrauberbergung, Evakuierung einer fremdsprachigen Pfadfindergruppe, schadhafte Dämme in Naarn und Mitterkirchen, Brand im Ennshafen mit Austritt von gefährlichen Stoffen und damit verbundener Gefährdung durch Rauch und Wasserverunreinigung, Personenrettung aus der hochwasserführenden Donau, einen führerlos treibenden Lastkahn und schließlich Evakuierungen von gefährdeten Personen und Tieren in Mitterkirchen, Langenstein und Grein.

Um die Hochwasserkatastrophe und die einzelnen Szenarien in den teilnehmenden Gemeinden Langenstein, Naarn, Mitterkirchen und Grein abzuwehren und zu bewältigen wurde neben den Einsatzleitungen vor Ort auch der integrierte Krisenstab bei der Bezirkshauptmannschaft Perg eingerichtet. Dieser setzt sich aus Mitarbeitern der Bezirkshauptmannschaft sowie aus Mitgliedern des Bezirks-Feuerwehrkommandos zusammen. Der sogenannte Führungsstab hat die Aufgabe die Einsatzleiter (behördlich und technisch) bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen und zu beraten. Die Verantwortung für die Entscheidungen obliegt dem Einatzleiter. Auf Gemeindeebene sind dies der Bürgermeister und der Pflichtbereichs-Feuerwehrkommandant, auf Bezirksebene der Bezirkshauptmann und der Bezirks-Feuerwehrkommandant sowie auf Landesebene der Landeshauptmann und der Landes-Feuerwehrkommandant. Zusätzlich zu Feuerwehr und den Behörden waren auch zahlreiche weitere Organisationen mit Verbindungsoffizieren eingebunden: Rotes Kreuz, Polizei, Machlanddamm-Betriebsgesellschaft, Bundesheer, ÖBB, Verbund, Wasserrettung uvm. Der Schwerpunkt der Übung lag auf der Koordination der Einsatzstäbe auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und der Sicherheitslandesrat KommRat Elmar Podgorschek machten sich vor Ort ein Bild über den Übungsverlauf und besuchten den Einsatzstab auf der BH Perg sowie die Einsatzkräfte in Grein. So wie bei der Übung ist auch im Ernstfall das Zusammenspiel des behördlichen und technischen Krisenstabs sowie der Verbindungspersonen zum Roten Kreuz, Polizei und Bundesheers das Um und Auf. Die dabei gemachten Erfahrungen werden nunmehr gesammelt und finden bei der Evaluierung der Alarm-, Notfall- und Einsatzpläne Berücksichtigung.

DANKE den Gemeinden, Einsatzorganisationen und allen Beteiligten für die Teilnahme an dieser Übung!
Wir helfen zusammen: Gemeinsam im Einsatz für den Bezirk Perg!

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Fotos © OAW Florian Pötscher, FF Grein

Aktualisiert (02. Dezember 2018) von HAW Michael Riegler - 152 Zugriffe