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Feuerwehrführerschein Verlängerung

FT-A Wolfgang Aigner am 13. Februar 2008 - 3122 Zugriffe

Aufgrund der in den bisher, mit der Einführung des Feuerwehr-Führerscheins mit 10 Jahren eingetragenen Befristungen werden diese in nächster Zeit ablaufen. Verlängerungen müssen vor Ablauf von Fristen angesprochen werden, da nach einem Fristablauf ein neuer Führerschein ausgestellt werden müsste.

 

Betrifft: Feuerwehrführerschein, anstehende Verlängerungen

1.    Vorgeschichte:

Als vor rund 10 Jahren, aufgrund einer EU-Richtlinie in Österreich die bundesgesetzlichen Bestimmungen für das Lenken von Kraftfahrzeugen über 3.500 kg höchstzulässiger Gesamtmasse - im wesentlichen durch die Einführung eines Untersuchungsintervalls von fünf Jahren und einer Alkohol-Grenze von 0,0 ‰ - verschärft worden sind, haben sich schwere Bedenken ergeben, dass künftig den Freiwilligen Feuerwehren im Einsatzfalle nicht mehr genügend Lenker für Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stehen.
Aufgrund massiver Interventionen ist es dem österreichischen Feuerwehrwesen gelungen, mit dem „Feuerwehr-Führerschein" (§ 32a Abs. 3 BGBl. I Nr. 120/1997 idgF.) eine Sonderlösung durch Bundesgesetz zu erreichen, die zum Lenken von Feuerwehrfahrzeugen über 3.500 kg höchstzulässiger Gesamtmasse berechtigt. Gegenüber dem „normalen LKW-Führerschein" bestehen folgende wichtige Sonderregelungen:

  • Ärztliches Untersuchungsintervall 10 Jahr
  • Untersuchender Arzt muss kein sachverständiger Arzt für Führerscheinuntersuchungen sein
  • ist der Bewerber einsatz- bzw. atemschutztauglich, ist er auch lenkberechtigt
  • Alkohol-Grenze beträgt wie für Lenker von Personenkraftwagen 0,5 ‰.
2.    Anlass:

2.1    Aufgrund der in den bisher, mit der Einführung des Feuerwehr-Führerscheins mit 10 Jahren eingetragenen Befristungen werden diese in nächster Zeit ablaufen!

2.2    Verlängerungen müssen vor Ablauf von Fristen angesprochen werden, da nach einem Fristablauf ein neuer Führerschein ausgestellt werden müsste.

3.    Notwendiger Vorgang:

3.1    Die Inhaber von Feuerwehr-Führerscheinen haben sich, sofern sie eine Verlängerung hres Führerscheins wünschen, vor Fristablauf  zum untersuchenden Arzt zwecks Verlängerung ihres Feuerwehr-Führerscheins zu begeben. (Tauglichkeitsuntersuchung gemäß ÖBFV-RL S-01 Mindestanforderung: Untersuchung gemäß Pkt. 1 Allgemeine Einsatztauglichkeit)

3.2    Die Verlängerung erfolgt durch den untersuchenden Arzt und nicht durch die Behörde (oder den Landes-Feuerwehrverband)!Bei gegebener gültiger Atemschutztauglichkeit oder spezieller Tauglichkeit (Tauchdienst, Strahlenschutz, Schutzanzugträger) Verlängerung des Feuerwehr-Führerscheins für 10 Jahre ab dem Datum der dafür erfolgten Untersuchung. Eine neuerliche vorzeitige Tauglichkeitsuntersuchung ist nicht erforderlich. (auch nicht für Allgemeine Einsatztauglichkeit).

3.3    Der untersuchende Arzt muss kein sachverständiger Arzt für Führerscheinuntersuchungen sein, sondern dies kann jeder niedergelassene Arzt oder jeder Feuerwehrarzt sein, der feuerwehrärztliche Untersuchungen vornimmt: Ist der Bewerber einsatz- bzw. atemschutztauglich bzw. erfüllt er die medizinischen Tauglichkeitskriterien für spezielle Tauglichkeiten gemäß ÖBFV-RL S-01 (Tauchdienst, Strahlenschutz, Schutzanzugträger), ist er auch lenkberechtigt!

3.4    Die Verlängerung der Gültigkeitsdauer bis zu 10 Jahren ist vom untersuchenden Arzt aufgrund seines Untersuchungsergebnisses in den Feuerwehr-Führerschein einzutragen.

3.5    Änderungen von personenbezogenen Daten: Müssen im Feuerwehr-Führerschein nicht eingetragen werden, falls aber gewünscht oder ist dieser unbrauchbar geworden, ist eine Neuausstellung beim LFV zu beantragen, bei Abhandenkommen ist ein Duplikat auszustellen.


Der Landes-Feuerwehrkommandant:

(Johann Huber)
Landesbanddirektor

Aktualisiert (26. März 2009) von HAW Michael Riegler - 3122 Zugriffe